Sicherer Arbeitgeber

Die Arbeitssicherheit ist Sache des Arbeitgebers (§ 3 Arbeitsschutzgesetz),aber auch der Beschäftigten, die verpflichtet sind, nach ihren Möglichkeiten sowie gemäß der Unterweisung und Weisung des Arbeitgebers für ihre Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit Sorge zu tragen (§ 15 Arbeitsschutzgesetz).

Das Zusammenwirken beider Seiten sollte selbstverständlich sein, aus der Sicht der juristischen Verantwortung liegt jedoch der Schwerpunkt beim Arbeitgeber.

Eine Pflichtübertragung führt allerdings zu einer Veränderung der Verantwortlichkeit des Arbeitgebers. Jede Übertragung der Pflichten auf eine untergeordnete Ebene rückt diesen an die Stelle des Arbeitgebers, den er nunmehr repräsentiert.

  • der Werkleiter übernimmt so die Verantwortung für das Werk
  • der Abteilungsleiter für die Abteilung
  • der Meister für den Meisterbereich.
Mit der Übertragung der Arbeitsschutzpflichten auf eine nachgeordnete Ebene, wandelt sich die Schutzpflicht der übergeordneten Ebene in eine Überwachungspflicht


Auf alle Fälle muss der Werkleiter, Abteilungsleiter oder Meister wissen, dass er nun die Verantwortung hat.
Aus dem Fürsorgegedanken heraus ist festzulegen, wer die Gefährdungsbeurteilung zu erstellen, auszuwerten und die erforderliche Unterweisung zu erteilen hat. Sollte sich später herausstellen, dass der Arbeitgeber keine zuverlässige und fachkundige Person beauftragt hat und führt die Ungeeignetheit zu einem Unfall, dann kann dem jenigen, der die ungeeignete Person ausgesucht hat, ein Auswahlverschulden angelastet werden.



>>> Bei der Beauftragung einer Fachkraft für Arbeitssicherheit wird diese zum Überwachungsgarant